Claus Peter Müller
von der Grün

Inklusive Medizin

In Fulda haben die Vertreter eines interdisziplinären Verbunds aus Wissenschaft, Versorgungspraxis und Zivilgesellschaft den „Verbund Inklusive Gesundheit in Deutschland – Versorgung neu denken“ gegründet. Ich begleite die Gründer in der strategischen Kommunikation.

Die Tagesschau berichtet über das Thema:

https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-hessen-soll-anlaufstelle-fuer-menschen-mit-intellektueller-behinderung-bekommen-100.html

 

Gemeinsam wollen die Gründer des Verbunds Forschung, medizinische und therapeutische Expertise sowie die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen, Selbstvertretung, Selbstverwaltung und Kostenträger in Deutschland zusammenführen, heißt es in der Gründungserklärung.

 

Denn alle Menschen haben ein Recht auf Gesundheit. Heute aber leben Menschen mit einer Intelligenzminderung, die vielfach komplex krank sind, durchschnittlich 20 Jahre kürzer als die Allgemeinbevölkerung. Denn sie gehen nur selten zur Ärztin oder zum Arzt, haben häufig eine ausgeprägte Angst vor Untersuchungen und Behandlungen und sind mithin „schwierige Patienten“. Vielleicht sind sie also ganz typische Patienten? Denn wer ist schon frei von Angst vor Schmerzen, Diagnostik und Therapie? Hier setzt die Inklusive Medizin an. Sie nimmt nicht nur die Erkrankung ernst, sondern den ganzen Menschen, geht auf dessen Persönlichkeit ein, baut Vertrauen auf, stellt das Individuum in den Mittelpunkt und passt Diagnose und Therapie an die Person an. Die Inklusive Medizin vollzieht nach dem Grundsatz „Gesundheit für alle“ einen Paradigmenwechsel. Darum hat sie Erfolge, die Zeit, Personal und Geld sparen. Inklusive Medizin macht das System besser und nutzt darum allen Menschen.